Bhut Jolokia, Naga Jolokia, Ghost Pepper

Ein Gesicht mit vielen Namen – über 1.000.000 Scoville

Intensiv rote, nasse Bhut Jolokia Chilischoten mit Tropfen, die inmitten dunkelgrüner Blätter an einem Strauch hängen, mit dunklem Hintergrund.
 

Bhut Jolokia – Ghost Pepper

Der Teufel trägt Naga!

Steckbrief
Art Capsicum chinense × Capsicum frutescens (Hybride)
Herkunft Nordostindien (Assam, Nagaland, Manipur)
Scoville (SHU) ca. 1.001.000
Geschmack Fruchtig, leicht rauchig, dann extrem scharf
Farbe Grün → Rot (auch orange, braun)
Pflanzengröße ca. 1,20 m Höhe
Fruchtlänge Bis 12 cm, Durchmesser 12 mm
Reifezeit 120–150 Tage
Guinness-Rekord 2007 (bis 2011)
Andere Namen Bhi Jolokia, Naga Morich, Nagahari, Ghost Pepper

Die Bhut Jolokia brachte buchstäblich das Weinen ins Rollen und löste 2006 nach mehr als 12-jähriger Schirmherrschaft die Red Savina als bisher schärfste Chili der Welt ab. Sie sorgte dabei nicht nur für offene Münder bei den Wissenschaftlern, sondern auch für ein leises Schluchzen bei Frank Garcia, dem Züchter der Red Savina, übrigens der Name seiner Schwiegermutter, nicht Red, sondern Savina.

Ursprünglich aus Nordostindien stammend wird sie dort nicht nur wegen ihrer Schärfe, sondern auch wegen ihres Aromas geschätzt. Eine Frucht soll dabei für das Würzen einer einzigen Mahlzeit für eine zwölfköpfige Familie reichen. So viel dazu.

Übrigens. Die extreme Schärfe der Bhut Jolokia wird im Nordosten Indiens genutzt, um Elefanten von Dörfern fernzuhalten, da es immer wieder zu Zusammenstößen und sogar Toten kommt. Dort gibt es die weltweit größte Anzahl an wildlebenden asiatischen Elefanten.

Herkunft & Abstammung

Von Nordostindien in die Welt

Laut dem Chili Pepper Institute der New Mexico State University zeigte eine DNA-Analyse aus dem Jahre 2005, dass Bhut Jolokia eine natürliche Hybride der beiden Arten Capsicum chinense und Capsicum frutescens ist. Ursprünglich aus dem Nordosten Indiens stammend wird sie je nach Region anders betitelt. Das kann für Verwirrung sorgen. Bhi Jolokia, Bhut Jolokia, Naga Jolokia, Naga Morich, Nagahari oder Ghost Pepper sind nur einige Beispiele, aber der Teufel trägt neben Prada auch viele Namen.

Im Jahr 2007 wurde die Bhut Jolokia vom Guinness-Buch der Rekorde offiziell als schärfste Chili der Welt anerkannt. Die Messung am New Mexico State University Chile Pepper Institute ergab einen Spitzenwert von 1.041.427 SHU – erstmals durchbrach eine Chili die Millionen-Marke.

Charakteristik

Die Pflanze erreicht eine Höhe von ungefähr 1,20 m. Die Früchte reifen von grün nach rot. In einigen Regionen Indiens sind auch orangene oder schokoladenbraune Früchte bekannt. Sie können mit einem Durchmesser von 12mm eine Länge von 12cm erreichen und geben dir allesamt auf die zwölf, wenn du sie nicht mit Vorsicht genießt oder mit deinen elf Nachbarn teilst.

Intensiv rote Bhut Jolokia Chilis am Strauch

Schärfegrad & Aroma

Scoville-Werte von knapp über einer Million sprechen Bände. Es sind ungefähr 1.001.000 Scoville. Die Bhut Jolokia oder Bhi Jolokia oder Naga Jolokia hat es in sich, egal welchen Namen man ihr gibt.

Die extreme Schärfe ist das Ergebnis einer besonders hohen Capsaicin-Konzentration. Als natürliche Hybride aus zwei Capsicum-Arten vereint sie die Schärfe-Gene beider Eltern. Das Capsaicin konzentriert sich in der Plazenta der Frucht, nicht in den Kernen.

Im Vergleich zu einer Habanero (100.000–350.000 SHU) ist die Bhut Jolokia drei- bis zehnmal so scharf. Erst die Carolina Reaper (bis 2.200.000 SHU) hat die Bhut Jolokia 2013 als schärfste Chili der Welt abgelöst.

Bhut Jolokia in der Küche

Wegen der extremen Schärfe genügen kleinste Mengen. In Nordostindien wird die Bhut Jolokia traditionell roh zu Reis und Dal serviert oder in Chutneys verarbeitet. Eine einzige Frucht reicht, um eine Mahlzeit für eine ganze Familie zu würzen.

Die Bhut Jolokia eignet sich hervorragend für fermentierte Saucen. Die Fermentation mildert die Schärfe minimal ab und bringt die fruchtigen, leicht rauchigen Noten zum Vorschein. Getrocknete Bhut Jolokia Früchte lassen sich zu Flocken oder Pulver verarbeiten. Sparsam dosiert verleihen sie Eintöpfen, Marinaden und Rubs eine tiefe, anhaltende Wärme.

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Varianten und Verwandte

Die Bhut Jolokia gibt es in mehreren Farbvarianten: rot, gelb, orange, schokoladenbraun und purpur. Die Chocolate Bhut Jolokia hat ein besonders rauchiges, erdiges Aroma. Naga Morich ist eng verwandt (ca. 1.000.000 SHU), mit einem etwas fruchtigeren Profil. Dorset Naga ist eine in England selektierte Variante mit Messwerten bis 1.598.000 SHU unter Laborbedingungen.

Nach der Bhut Jolokia kamen die Trinidad Scorpion (2011, 1.463.700 SHU), die Trinidad Moruga Scorpion (2012, 2.009.231 SHU) und die Carolina Reaper (2013, 2.200.000 SHU). Die Ghost Pepper bleibt aber die beliebteste – weil sie das beste Verhältnis von Schärfe zu Geschmack bietet.

Bhut Jolokia anbauen

Die Bhut Jolokia braucht volle Sonne und Temperaturen über 20°C. In Mitteleuropa am besten im Gewächshaus oder auf der geschützten Südterrasse kultivieren. Die Vegetationsperiode beträgt 120–150 Tage. Durchlässiges, nährstoffreiches Substrat verwenden, Staunässe vermeiden.

Die Samen keimen langsam (14–35 Tage). Eine Heizmatte (28–32°C) beschleunigt den Prozess. Früchte sind reif, wenn sie von Grün zu Rot wechseln und leicht runzlig werden. Eine gut gepflegte Pflanze liefert 20–40 Früchte pro Saison. Beim Verarbeiten Handschuhe tragen – die Capsaicin-Öle können stundenlang auf der Haut brennen.

Bhut Jolokia Ghost Pepper – eine der schärfsten Chilis der Welt
 
Bhut Jolokia Chilis am Strauch in Nordostindien

Kulturelle Bedeutung

Mehr als nur eine Chili

Der Name «Bhut» stammt aus dem Assamesischen und bedeutet «Geist» – eine Anspielung auf die Schärfe, die einen wie ein Geist verfolgt und nicht mehr loslässt. In den Bundesstaaten Assam, Nagaland und Manipur wird sie seit Jahrhunderten angebaut und ist tief in der lokalen Esskultur verwurzelt.

Die indische Armee nutzt die Bhut Jolokia in Tränengasgranaten. Die «Chili-Grenades» wurden 2010 als nicht-tödliche Waffe eingeführt. In den Dörfern Nordostindiens werden Zäune aus Bhut-Jolokia-Pflanzen errichtet, um wilde Elefanten abzuwehren – effektiver als Elektrozaune und deutlich günstiger.

Die Bhut Jolokia hat den Weg für die «Super-Hot-Bewegung» geebnet. Unter Chili-Heads gilt die Ghost Pepper als «Einstieg in die Super-Hot-Welt». Wer eine Bhut Jolokia verträgt, kann sich an die Carolina Reaper wagen. Für Saucen-Hersteller ist sie die erste Wahl bei Super-Hot-Saucen mit Geschmack – die Reaper ist schärfer, aber die Ghost Pepper hat das bessere Aroma.

Bhut Jolokia Ghost Pepper – Bildergalerie

Bhut Jolokia Chilis am Strauch.

Ghost Pepper Nahaufnahme.

Erntereife Bhut Jolokia Chilis.

Häufige Fragen zur Bhut Jolokia

Scoville-Werte von knapp über einer Million sprechen Bände. Es sind ungefähr 1.001.000 Scoville. Die Bhut Jolokia oder Bhi Jolokia oder Naga Jolokia hat es in sich, egal welchen Namen man ihr gibt.

Scoville-Werte von knapp über einer Million sprechen Bände. Es sind ungefähr 1.001.000 Scoville. Die Bhut Jolokia oder Bhi Jolokia oder Naga Jolokia hat es in sich, egal welchen Namen man ihr gibt.

Scoville-Werte von knapp über einer Million sprechen Bände. Es sind ungefähr 1.001.000 Scoville. Die Bhut Jolokia oder Bhi Jolokia oder Naga Jolokia hat es in sich, egal welchen Namen man ihr gibt.

Scoville-Werte von knapp über einer Million sprechen Bände. Es sind ungefähr 1.001.000 Scoville. Die Bhut Jolokia oder Bhi Jolokia oder Naga Jolokia hat es in sich, egal welchen Namen man ihr gibt.

Scoville-Werte von knapp über einer Million sprechen Bände. Es sind ungefähr 1.001.000 Scoville. Die Bhut Jolokia oder Bhi Jolokia oder Naga Jolokia hat es in sich, egal welchen Namen man ihr gibt.

Ja, allerdings nur in geschützten Umgebungen wie Gewächshaus, Wintergarten oder Südfensterbank. Die Bhut Jolokia braucht konstante Wärme (über 20°C tagsüber) und eine sehr lange Vegetationsperiode von 120–150 Tagen. Aussaat ab Februar unter Kunstlicht, Ernte ab August.